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Allgemeine Betriebswirtschaft
Wichtige BWL-Begriffe und gesetzliche Grundlagen für das Controlling in Pflegeeinrichtungen auf einen Blick.
Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten der Pflegeeinrichtungen (Pflege-Buchführungsverordnung – PBV)
Die Rechnungs- und Buchführungspflichten der Pflegeeinrichtungen richten sich nach der Verordnung, unabhängig davon, ob die Pflegeeinrichtung Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuchs ist, und unabhängig
von der Rechtsform der Pflegeeinrichtung. Rechnungs-, Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten nach anderen Vorschriften bleiben unberührt.
Quelle Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und Bundesamt für Justiz
Kostenart
Kostenarten sind die in einem Unternehmen nach Kostenauflösung der Gesamtkosten entstehenden spezifischen Kostenkategorien, die nach bestimmten Kriterien aufgegliedert werden können. Die Aufgliederung in einzelne Kostenarten ist für die Kostenartenrechnung von Bedeutung. Je nach dem zugrunde gelegten Kriterium gibt es 4 Kategorien, in welche die Kostenarten untergliedert werden können.
Warum sind Planung und Budgetierung unerlässlich?
Die Planung bildet das Fundament für die strategische Ausrichtung eines Pflegeheims. Sie gewährleistet, dass alle relevanten Ressourcen optimal eingesetzt werden, um wirtschaftliche Ziele zu erreichen und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Versorgung der Bewohner sicherzustellen.
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Kostenstelle
Kostenstelle nennt man den Ort eines Unternehmens, an denen die Kosten entstehen bzw. Leistungen erbracht werden. Aufgabe der Kostenstelle ist es, alle Gemeinkosten des jeweiligen Bereiches zu erfassen.
Kostenträger
Unter dem Begriff Kostenträger versteht man die Objekte, denen Kosten zugerechnet werden können. Dabei kann es sich um die Dienstleistungen oder um hergestellten Produkte eines Unternehmens handeln, die die benötigten Erträge erwirtschaften müssen.
BWA – Betriebswirtschaftliche Auswertung
Durch die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) erhält das Unternehmen Informationen über seine aktuelle Kosten- und Erlössituation. Die BWA stellt die finanzielle Lage des Unternehmens dar und bezieht sich normalerweise auf die aktuellen Daten aus der Finanzbuchhaltung. Sie gibt Aufschluss über die Ertragslage während des laufenden Wirtschaftsjahres.
Ertrag
Als Ertrag bezeichnet man die Einnahmen eines produzierenden Unternehmens. Im Rechnungswesen machen die Erträge einen Teil des Gesamtvermögens des Unternehmens aus. In der Volkswirtschaft spricht man dagegen von der Gütermenge, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums hergestellt werden kann. Der Ertrag ist nicht der Gewinn, man benötigt ihn jedoch zur Erstellung einer Gewinn- und Verlustrechnung.
Erlös
Unter Erlös versteht man den Gegenwert, den ein Unternehmen für den Verkauf seiner Erzeugnisse oder Dienstleistungen bzw. aus Vermietung oder Verpachtung erhält. Das Unternehmen kann diesen Gegenwert sowohl in Form von Geld als auch in Form von Forderungen erhalten.
Investition
Unter Investition versteht man die langfristige Bindung finanzieller Mittel in materielle oder immaterielle Vermögensverhältnisse. Mittelpunkt der Investition ist die zielgerichtete Verwendung der durch die Finanzierung beschafften Geldmittel. In der Bilanz wird die Verwendung der Mittel auf der Aktivseite, die Quelle der Mittel auf der Passivseite dargestellt. Die Entscheidungen hinsichtlich der Investitionen beeinflussen direkt die Höhe des Anlagevermögens und indirekt die Höhe des Umlaufvermögens. Ziel der Investition ist die Erwirtschaftung von Gewinnen oder Einnahmeüberschüssen.
Balanced Scorecard
Die Balanced Scorecard ist ein Konzept zur Messung, Dokumentation und Steuerung der Aktivitäten eines Unternehmens oder einer Organisation zu seiner Vision und Strategie.
Die Dimensionen der BSC werden für den konkreten Einsatz individuell festgelegt. Sie umfassen aber praktisch immer die Finanzperspektive (Return) und die Kundenperspektive (Output), meist auch die Prozessperspektive (Prozess) und die Potenzial- oder Mitarbeiterperspektive (Input).
Wirtschaftsplanung
Unter Wirtschaftsplanung versteht man die Strategie, die ein Unternehmen für einen vorher definierten Zeitraum wählt. Sie ist eng mit der Finanzierung des Unternehmens verknüpft und kann kurz-, mittel- und langfristig ausgerichtet sein. Es werden Soll-Ziele definiert, deren Grundlage die Analyse einer anfänglichen Ist-Situation ist.
Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement bezeichnet die Maßnahmen zur Planung, Steuerung und Optimierung von Prozessen anhand vorgegebener Anforderungen und hat zum Ziel, die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung und damit die Kundenzufriedenheit zu verbessern.
Personalbedarfsplanung
Im Rahmen der Personalbedarfsplanung wird festgelegt „wie viele Mitarbeiter, welcher Qualifikation, zu welchen Zeitpunkten, an welchen Orten und mit welchem Wert zur Realisation des geplanten Produktions- und Leistungsprogramms erforderlich sind“. Hierbei soll sie den kurz-, mittel- und langfristigen Personalbedarf absichern und zugleich eine Prognostizierung des abzudeckenden Arbeitsvolumens und des Zeitaufwands der Arbeit vornehmen. Ziel der Personalbedarfsplanung ist eine genaue Spezifizierung der Planungsgrößen.
Personalkosten
Unter Personalkosten versteht man das Bruttoarbeitsentgelt (Löhne und Gehälter) sowie Personalzusatzkosten. Dabei unterscheidet man zwischen direkten und indirekten Personalkosten. Zu den direkten Personalkosten gehören Bruttogehalt oder Bruttolohn, die Sozialbeiträge (Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung), freiwillige oder tarifliche Zusatzleistungen, Kosten für Aus-, Fort- und Weiterbildung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie die Zahlung von Boni, Weihnachts- und Urlaubsgeldes. Indirekte Personalkosten fallen an für Neueinstellungen, Mieten, Ausstattung des Arbeitsplatzes und durch geldwerte Vorteile.
Controlling
Controlling ist ein Sammelbegriff, der Planung, Koordination und Kontrolle des Unternehmens einschließt. Controlling-Mitarbeiter versorgen die Unternehmensführung mit den Informationen, die sie braucht, um informierte Entscheidungen zu treffen, und hilft ihr dann dabei, diese Entscheidungen in die Tat umzusetzen.
Budget
Das Budget ist in vielen Fachgebieten eine bilanzähnliche Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben oder Kosten und Erträgen, sonstigen Werten oder die für einen bestimmten Zweck einem Wirtschaftssubjekt zur Verfügung stehenden Geldmittel.
Planung und Budgetierung in der Pflege
Eine fundierte und zukunftsorientierte Planung sowie eine präzise Budgetierung sind essenziell für die langfristige Sicherung der Existenz und den wirtschaftlichen Erfolg eines Pflegeheims.
Fachinformationen Pflegesatzverhandlung und Pflegesatzvereinbarung
Wer stationäre Pflege wirtschaftlich betreiben will, muss Pflegesätze fundiert kalkulieren und regelmäßig neu verhandeln. Unser Managementwissen zeigt, worauf es bei Vorbereitung, Zahlenbasis und Verhandlungspartnern ankommt.
Fachinformationen Investitionskosten
Investitionskosten sind ein zentraler Baustein der Pflegefinanzierung.
Wir zeigen, was dazugehört, wie sie entstehen und korrekt abgerechnet werden.
Fachinformationen Heimentgelt
Das Heimentgelt umfasst alle Kosten eines Pflegeplatzes – von Pflege über Unterkunft bis zu Investitionen.
Hier erfahren Sie, welche Bestandteile dazugehören und wer was bezahlt.
Fachinformationen Einstufungsmanagement
Pflegegrade statt Pflegestufen – das Einstufungsmanagement bewertet heute den Grad der Selbstständigkeit in sechs Lebensbereichen.
Die Bedeutung von Webseiten für Seniorenheime und Pflegeheime
Eine fundierte und zukunftsorientierte Planung sowie eine präzise Budgetierung sind essenziell für die langfristige Sicherung der Existenz und den wirtschaftlichen Erfolg eines Pflegeheims.
